Folge 79: God is watching you (Mk 12,41-44)

Bildnachweis: The pope from behind by Nacho Arteaga Unsplash.com License sowie On my way to heaven by Daniel Apodaca Unsplash.com License, montiert und bearbeitet von Simon Mallow.

Folge 79: God is watching you (Mk 12,41-44)
Das Markus-Evangelium

 
 
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Folge kurz-vor-achtzig.

Diese Woche geht’s um das heiße Eisen mit der Kohle. Scherflein und Heller, man kennt das. Die Kommentarsektion ist freigegeben …

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Lies mit uns: Mk 12,41-44

Folge vorbei – was nun?

Cite this article as: Lukas, "Folge 79: God is watching you (Mk 12,41-44)," in Offenbart Podcast, 10. Dezember 2018, https://offenbartcast.de/podcast/folge-79-god-is-watching-you-mk-1241-44/.

4 Gedanken zu „Folge 79: God is watching you (Mk 12,41-44)

  1. Bei der möglichen Ausdeutung des Worte Jesu in einer Predigt habt Ihr meines Erachtens etwas nicht gesagt, vielleicht weil es für uns so offensichtlich ist: Jesus will aus meiner Sicht auf jeden Fall festhalten, dass die Reichen nicht „besser“ spenden, nur weil es mehr Geld ist. Zu dieser Zeit war der Tun-Ergehen-Zusammenhang ja noch stark verwurzelt, also die Vermutung, dass Reiche von Gott besonders gesegnet sind und Arme vermutlich was angestellt haben und zur Strafe so arm sind. Dann wäre man auch selbst für seine Unfähigkeit, in absoluten Zahlen große Spenden zu machen, verantwortlich, und könnte das durch „relativ“ (zum Besitz) große Spenden nicht wett machen.
    Eine solche Sicht weist Jesus meines Erachtens zurück.

    Zu den Soldaten gibt es auch noch Anmerkungen:
    (1) „Hört auf, die Leute auszunehmen!“ ist doch eher Text von Johannes als von Jesus? (Lukas 3, 14) Als Bibeltext ist es aber natürlich auch Gottes Wort…
    (2) Ich habe neulich gelesen, dass sich die Taufe des heiligen Martin durch seinen Militärdienst zumindest verzögert habe. Umgekehrt war es Christen verboten, in den Militärdienst einzutreten.
    Für unsere Bunderswehr kann man diesen zusammenhang sicher nicht mehr aufstellen. Aber ich hatte (und habe) große Hochachtung vor den Christen, die zu DDR-Zeiten den Dienst mit der Waffe verweigerten und deswegen als „Bausoldaten“ schikaniert wurden.

    Ansonsten war es wieder spannend, Euch zuzuhören, und sich selbst dabei immer auch auf Vorurteile und Denkfehler abzuklopfen. Viele Dank dafür!

    P.S.: Kumuliertes Addendum zu Shilas Liste:
    F73: Sonderfolje Prädestinationslehre
    F74: Geld & Gott – die 6 Stunden Sonderfolje
    F75: Hat Moses die fünf Bücher Mose geschrieben?
    F75: Über das (irdische) Gerichtstor
    F75: Offenbarung – der krasse Fail
    F75: Engel – unverheiratet, klein und dick, mit lockigem Haar
    F76: Was denken wir über Martin Luther?
    F76: Die 10 Gebote (ohne Charlton Heston, vermutlich trotzdem mit Überlänge)
    F76: (Zu?) Billige Gnade!
    F77: Wie wir die Kraft Gottes im naturgesetzlichen physikalischen Universum betrachten. (Allerdings nur fast eine SF)
    F79: Was ist dran an der Weihnachtsgeschichte? Das muss theologisch nochmal diskutiert werden!

    1. Hey Christoph,

      ich meine doch, dass wir den Aspekt des Tun-Ergehen-Zusammenhangs erwänt hätten. War aber vielleicht sehr nebenbei und insofern sehr unterrepräsentiert.

      Das Soldatentum in der Antike war unter Christen tatsächlich bist zum 300 Jahrhundert eher undenkbar, das stimmt. Aber der Zusammenhang bezog sich auf den Kaiserkult und nicht auf den Dienst an der Waffe. Insofern ist es, wie du auch schreibst, mit der Bundeswehr etwas anderes. Allerdings kenne ich auch Christen, die sagen, dass der Dienst bei der Bundeswehr ebenso ein Dienst an einem anderen Herren als Jesus sei. Nicht meine Meinung. Ich schätze die Jungs und Mädels aus den Streitkräften und Christen dort zu haben kann wirklich nicht schaden.

      Wenn ich den Erzählungen meines Vaters so gelauscht habe, war ich mir gar nicht so sicher, ob die Offiziere nicht unter meinem Vater eher gelitten haben als umgekehrt. 😉

  2. Interessante Folge. Geld ist oft ein schwieriges Thema, da kann man wohl sehr viel drüber reden.
    Eine Aussage ist mir aber aufgefallen: „Wenn du ALG II kriegst, brauchst du meines Erachtens in der Gemeinde nichts geben.“
    Ja, aber nein. Also erstmal ja, denn prinzipiell brauchst du eh nichts geben. Erlösung ist nicht ans Spenden gebunden, erst recht nicht bei Leuten, die es sich nicht leisten können. Trotzdem möchte ich hier mal eine Lanze dafür brechen, trotzdem zu spenden:

    1. Wem gehört es?
    Wenn man tatsächlich sein Leben mit allem Gott übergibt, dann auch das Geld. Man hat also selbst kein Geld, man verwaltet es nur. Wenn man das begriffen hat, dass das gesamte eigene Geld (und nicht nur der Zehnte) bereits Gott gehört, bekommt man meiner Meinung nach ein völlig andere Perspektive. Denn als guter Verwalter häuft auch nicht unnötig viel an, denn es ist ja nicht mein Geld. Was bringt es mir, Gottes Geld unter meiner Obhut anzuhäufen? Daher scheint es mir selbstverständlich, wenn man mehr als den Zehnten entbehren kann, auch mehr zu geben. Der Zehnte ist quasi nur das Minimum, damit man versteht, dass Gott auch in meinen Finanzen mitzureden hat. Und es führt bei fast allen (denn wir denken ja immer, wir hätten zu wenig) zum 2. Punkt:

    2. Die Vertrauensfrage
    „Bringt den zehnten Teil eurer Erträge unverkürzt zu meinem Tempel, damit meine Priester nicht Hunger leiden. Habt keine Sorge, dass ihr dann selber in Not kommt! Stellt mich auf die Probe«, sagt der Herr, der Herrscher der Welt, »macht den Versuch, ob ich dann nicht die Fenster des Himmels öffne und euch mit Segen überschütte!“ (Maleachi 3,10 – GNB)
    Ich find’s ja witzig, dass Gott hier nochmal in nem Nebensatz erwähnen lässt, dass er der Herrscher der Welt ist, falls die Leute das vergessen haben sollten. Aber das ist halt grade der Punkt. Ist Zehnten (oder mehr) geben ein Ritual für mich oder tatsächlich die Frage danach, ob ich Gott mein Leben (im wahrsten Sinne, wenn es um das täglich Brot geht) anvertraue? Ich halte es da ganz klar mit dieser Bibelstelle.

    Klar, ihr habt ja viel selbst noch revidiert, so dass die Aussage nicht allein so da stand. Ich will auch nicht sagen, dass man immer und in jeder Situation den Zehnten geben muss. Nur dass man es KANN, egal wie die Umstände sind und ich finde das die Hauptaussage dieser Bibelstelle. Ich z.B. verwalte 500€/Monat Brutto und habe viele Situationen erlebt, wo Gott mir aus den unterschiedlichsten Quellen finanzielle Mittel bereitgestellt hat – immer in den Situationen, wo ich mich entschieden habe, Gott zu vertrauen und dafür finanziell fraglich dazustehen. Wer sich Gott anvertraut, erlebt auch mehr mit Gott 😉

    1. Ich muss darüber nochmal intensiv nachdenken. Hatte bis hier einen netten Text formuliert, war mir beim Absenden unsicher, ob das so stimmt. Tobias Tobias, könnte es sein, dass mich nochmal jemand vom Gegenteil überzeugt?

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