Folge 73: Die verbrannten Verse (Mk 12,1-12)

Bildnachweis: Matchstick in the Dark by Jamie Street Unsplash.com License, bearbeitet von Lukas Klette.

Folge 73: Die verbrannten Verse (Mk 12,1-12)
Das Markus-Evangelium

 
 
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73. Die Folge mit der besten Zahl.

Uuuund diese Woche für Euch: Einer der umstrittensten Texte des Markusevangeliums. Dazu reichen wir: simonsche Stoppeln, wütige Weingärtner und hohepriesterliches Herzrasen. Enjoy.

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Lies mit uns: Mk 12,1-12

Folge vorbei – was nun?

6 Gedanken zu „Folge 73: Die verbrannten Verse (Mk 12,1-12)

  1. Ich habe wieder voller Freude zugehört. Besonders gefallen hat mir Eure Diskussion der Möglichkeit, das sich Gott nicht von vorn herein (zeitliche Betrachtungen ergeben zwar eigentlich keinen Sinn, wenn man von Gott spricht) sicher war, dass Christus am Kreuz sterben muss. Dass ist soviel besser, als seinen Sohn in den sicheren Tod zu schicken! Ihr wart Euch zwar nicht ganz einig, aber auch die Formulierung „ein letzter Versuch“ hat ja noch gewisse Deutungsspielräume. Ich habe jüngst gelernt, Thomas von Aquin habe „erklärt, der Schöpfer habe seinen freien Geschöpfen die Würde der Mitursächlichkeit gegeben.“ An der Stelle ging es zwar um das Bittgebet, aber es ist doch auch ein Versuch zu beschreiben, dass es durchaus Wirkung und Relevanz hat, was wir (bzw. die Menschen damals) so tun.

    Es tat mir auch gut, nochmal darauf hingewiesen zu werden, dass das Gleichnis mit dem Weinberg implizit doch die Antwort auf die Frage vom letzten Mal gibt, mit welcher Autorität Jesus handelt. Dieser Zusammenhang wäre mir wohl sonst entgangen!

    Zur Schwierigkeit mit dem Wort „Holocaust“ wegen seiner Bedeutung „Ganzopfer“ habe ich zuletzt die Empfehlung gelesen, aus eben diesem Grund das Wort „Shoa“ zu verwenden.

    Aber nun zum Gesang: „Danket, danket dem Herrn“ ist ein Lied, dass „man manchmal in Gruppen mit zumindest noch älteren Christen“ singt? Da fallen mir ja Hörrohr und Monokel aus den Händen! Ich habe noch nicht mal ein Zehntel des Alters erreicht, in dem Moses seine Kinder gezeugt hat, und fühle mich daher definitiv nicht alt! Und „Segne, Vater, diese Gaben“ ist meines Erachtens viel schwieriger zu singen (insbesondere spontan), weil es am Anfang so komische (Entschuldigung) Sprünge hat!

    Also noch einmal vielen Dank und bärtige Tage – Christoph

    P.S.: für Shilas Liste: Sonderfolje Prädestinationslehre

    1. Hey Christoph,
      du hast Recht zu alt bist du sicherlich nicht. Und es stimmt, dass das Lied nicht zwingend ein RÜckschluss auf das Alter gibt. In all den extremen Aussagen die ich/wir treffen erstreckt sich der plakative Fingerzeig einer These in den Raum, die es allen erleichtern soll ein Klischee im Kern zu verinnerlichen, um sich schließlich frei und bunt zu entfalten. Kurz: Ich finde es gut, dass du sowas singst und magst. Meine Oma mochte das auch und die Frau mochte und mag ich sehr.

      Aber Klischees sind nunmal wie Sagen: Irgendwas wahres steckt immer darinnen. 🙂

  2. Man soll in meinem Alter eben so spät nicht mehr posten, zumindest keine Denksportaufgaben: Es geht natürlich um Noahs Kinder…

  3. Ich hoffe ich bin in der richtigen Folge gelandet.
    Da habt ihr mich als Handwerker aber hart getriggert.
    Also ein Eckstein ist kein Schlussstein. Never ever. Keine Ahnung was im Urtext steht.
    Schlussstein als Jesus-Vergleich finde ich völlig unpassend. Ein Schlussstein wird als allerletztes eingesetzt. Sozusagen der Tüpfelchen auf dem i.
    Kann Jesus als der Rest schon fertig war, setzte sich oben drauf und heimste den Ruhm ein?
    Oder ging Jesus ganz tief runter und wurde damit für uns zu einem Fundament auf dem wir mit all unserer Unvollkommenheitt trotzdem sicher stehen können? Wie ein Eckstein. Ein besonders großer, stabiler Stein der nicht wegrutscht, an dem man sich beim restlichen Bau orientieren kann!

    Bitte mehr Halbwissen aus handwerklichen Bereichen!

    1. Moin Tobi, danke für deinen Stein-Rant! Ist ja eine Frage von großer theologischer Reichweite, wie du sie formulierst. Ich hab jetzt doch mal im griechischen nachgesehen. Das lässt sich ungefähr übersetzen mit „Kopf-“ bzw. „Hauptstein an der äußersten Ecke“. Von daher passen beide eure Deutungen, wobei ich vorschlagen würde, sie zusammen zu denken. Jesus ist der Anfänger und Vollendet unseres Glaubens heißt es schließlich in Hebräer 12. Der Grund- und Schlussstein.

  4. Kann man den Schlussstein gerade in einem Gewölbe nicht als das zentrale tragende Element betrachen? Und wäre dann Jesus als Eckstein nicht der wichtigste Stein, quasi in einem gesamten Gebäude?

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