Folge 51: Spring Digger! (Mk 8,38-9,1)

Bildnachweis: Diving Platform by Alexander Baxevanis CC-BY 2.0 und Cornered by LimeSpiked CC-BY 2.0, montiert und bearbeitet von Simon Mallow.

Folge 51: Spring Digger! (Mk 8,38-9,1)
Das Markus-Evangelium

 
 
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Area 51 – You have reached holy ground.

What a show! Lernt die Wahrheit über die Angelsachsen, warum Simon unter die Aluhüte gegangen ist, was Paulus mit Tabak zu tun hat und wieso es ohne Leben kein Leben gibt. Powered by Jesus. #joinus #denglish

Bildnachweis: Diving Platform by Alexander Baxevanis CC-BY 2.0 und Cornered by LimeSpiked CC-BY 2.0, montiert und bearbeitet von Simon Mallow.

Lies mit uns: Mk 8,38 bis 9,1

Folge vorbei – was nun?

6 Gedanken zu „Folge 51: Spring Digger! (Mk 8,38-9,1)

  1. Hy ihr beiden,

    wieder eine gute Folge… nur sehr schade dass ihr im Moment nur alle 2 Wochen raus kommt. Auch die anderen Casts die ich hoehre schaecheln gerade etwas…

    Ich wollte noch was zum „Spring in den Grauben“ sagen… Ich denke nicht das Glauben etwas ist, dass wir bewusst machen koennen. Sondern es ist allein Gott der den Glauben gibt. Die Frage ist stehts was machen wir und was macht Gott… und ich denke wenn jemand beginnt glauben zu koennen, dann ist es Gott allein der das gegeben habt und er ist nicht alleine hineingesprungen… Zumindest war das so bei mir… Ich haette springen koennen wie ich will… da haette sich nix bewegt….
    Dieses „in den Glauben zu springen“ erinnert mich immer an diese Seltsamen Veranstaltungen, wo die Maenge immer emomaesig aufgepumpt wird und am ende soll man nach vorne gegen und sein Leben uebergeben. Das ist so ein aufgebautes Sprungbrett… aber wie viele von den Springenden bleiben danach noch dran…
    Ich denke ihr wisst was ich meine…

    Wegen dem scheide typen… Wie gesagt… ich koennte gelegentlich aushelfen. Damit ihr oefters erscheinen koennt als nur alle zwei Wochen… ich koennte mich um eure Sonderfoljen kuemmern!? 100% schaffe ich aber nich…

    viele Gruesse aus dem fernen Osten,
    David

    1. David! Danke für deinen Kommentar!
      Erstmal muss ich dementieren: Wir schwächeln nicht! So, genug Propaganda. Ja, wir würden ja auch gerne häufiger rauskommen. Aber dafür braucht es eine stabile Lösung: Lieber alle zwei Wochen, dafür verlässlich, als hier und da mal wöchentlich, finde ich. Danke für dein Unterstützungsangebot! Für die Sonderfoljen, die ja keine festen Termine haben, könnte das tatsächlich eine Idee sein. Wäre eine Option, um mehr Sonderfoljen zu produzieren. Lass uns mal drüber schnacken. Allerdings entlastet das die regulären Folgen nicht.

      Danke für deinen inhaltlichen Hinweis, besonders die persönliche Schilderung! Ich stimme ich dir voll zu: Gott allein schenkt den Glauben. „Spring Digger“ kann also nicht bedeuten „Fang an zu glauben!“, sondern sowas wie „Glauben ist möglich“; man könnte auch sagen „lass dich fallen“, aber auch das wäre noch zu aktiv, wie du wahrscheinlich richtig anmerken würdest. Versuchen wir’s mal so: „Verlass dich auf den Glauben“ – Damit ist gesagt: Der Glaube ist schon da und im Sich-drauf-verlassen kann man seine Wirklichkeit mitunter erfahren. Dann geht es beim „Springen“ nicht darum, den Glauben anzufangen, sondern sich seiner gewiss zu werden. Kommen wir so überein?

      Bärtigste Grüße in den fernen Osten
      Lukas

      1. Ich würde eher sagen, wenn du nicht glauben willst, zwingt dich Gott nicht dazu. Du musst also selbst den Schritt gehen und dafür offen sein, von Gott Glauben anzunehmen. So sehe ich den „Sprung“.

  2. Ihr Lieben,

    vielen Dank für diese und die letzte Folje! (Ich bin jetzt auch endlich mal mit dem achten Kapitel durch…) Das war für mich ein richtiger Augenöffner, Ihr habt mir damit echt weitergeholfen. 🙂

    Ich habe schon so viel über Nachfolge gehört, dass ich irgendwie einen richtigen Widerwillen gegen das Thema entwickelt habe. Bei vielen Christen läuft das entweder auf so eine Art christliche Selbstoptimierung hinaus (inklusive psychologische Handlungsanweisungen…) oder auf ein Heldentum, das ich in unseren Breitengraden für voll überzogen halte. Mir geht’s wie Simon, ich muss sofort an Christen in Syrien oder anderen Orten denken, wo sie wirklich gefährlich leben. 11 von 12 Jüngern haben wirklich ihr Leben gegeben. Da finde ich es dann banal, wenn gut situierte Christen hierzulande heldenhaft erzählen, dass sie der Kassiererin in Supermarkt das Geld zurückgegeben haben, das sie zu viel herausgegeben hat. DAS ist dann der schwere Weg der Nachfolge? WTF?

    Mir wird zu viel darüber erzählt, was WIR tun können und sollen. Die Wahrheit ist doch (meiner Ansicht nach), dass wir eigentlich dämliche Lappen sind, die dauernd scheitern an ihren Idealvorstellungen. Mit dieser Auffassung ecke ich aber bei vielen Christen oft an… Anscheinend können es auch Christen nicht ertragen, sich von ihren eigenen Größenvorstellungen zu verabschieden. Es scheint leichter zu sein, ethische Maßstäbe zu beschwören (denen wir aber doch gar nicht entsprechen…) und sich dadurch vorzugaukeln, man hätte das Heft des Handelns in der Hand… Ich habe das Leben und meine eigenen Grenzen aber ganz anders kennengelernt, deshalb reagiere ich auf eine solche „Gesetzlichkeit“ (die es auch in meiner liberalen Landeskirche gibt) so allergisch…

    Ich hatte da gerade wieder eine unschöne Situation mit Geschwistern, deshalb schreibe ich hier. Ihr habt mir aus der Seele gesprochen, als ich gerade ziemlich deprimiert war. Die Freiheit in Christus liegt darin, dass ich immer wieder eine dämliche Kuh bin und an meinen eigenen Anspüchen scheitere. Und trotzdem angenommen bin. Und dass ich mit Gottes Hilfe immer wieder meinen Blick von mir selbst weglenken kann (mich selbst verleugnen). Dass ich nicht um mich, meine Größenvorstellungen oder meine Selbstzweifel kreisen muss. DAS macht frei.

    Der Knackpunkt war für mich die neue Lutherübersetzung 2017 „Geh hinter mich“. Das ergibt für mich in Bezug auf Nachfolge total Sinn. Sich einreihen statt naseweis und vollmundig vorauspreschen. In meiner Lutherbibel 1984 heißt das noch anders („Geh von mir“). Könnt Ihr mir zu dem griechischen Original und den verschiedenen Übersetzungen noch was sagen? Das ist ja wieder so ein Fall, wo ganze Theologien an schiefen Übersetzungen hängen?

    Liebe Grüße
    Ina

    1. Hey Ina,

      danke für deinen Kommentar! Macht Freude, wenn man hört, dass man Augen geöffnet hat. 😉 Was du beschreibst halte ich tatsächlich für einen zentralen theologischen Knackpunkt heute: Entweder wird die Nachfolge banalisiert oder sie wird bis zur Gesetzlichkeit hin idealisiert. Simon und ich ordnen uns in diesem Spektrum gerne mit dir in die Kategorie „dämliche Lappen“ ein. 😀

      Wie es zu der Übersetzung von Luther 1984 kam, ist mir ein Rätsel. Textkritisch, hab ich grad nochmal nachgesehen, ist die Stelle unstrittig. Da steht definitiv „Geh hin ‚ὀπίσω’=hinter mich.“ Das Wort steht bereits Mk 1,17: „Kommt her, mir nach!“ und direkt nach unserem Vers hier dann Mk 8,34 bei dem ‚Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen‘. Ist also ein richtiges Nachfolge-Wort bei Mk. Sagt mein Exegetisches Wörterbuch. 😉 In der Luther 1912 steht es auch schon so wie in der 2017. Wer weiß, warum das zwischenzeitlich verschlimmbessert wurde …

      Viel Freude nun mit dem neunten Kapitel. Ich freue mich, wieder von dir zu hören.
      Beste Grüße
      Lukas

      1. Ha, klasse, dass Ihr Euch auch in die Lappen-Schublade einordnet, da komme ich mir weniger allein vor! 😀
        Die Typenbezeichnung hab ich ja eh von Simon geklaut, (Ich mag Deine direkte Sprache, lieber Simon. Passt für mich mit Gläubigsein durchaus zusammen. 😉 )

        Ich bin bestimmt nicht die einzige, die aus Euren Casts immer mal wieder für sich etwas mitnimmt (und ich freue mich auf das AT, das Ihr irgendwann mal besprechen wollt.). Von daher: macht weiter, denn Ihr wisst nicht, welche Samen Ihr da draußen in den unendlichen Weiten des Web so ausstreut oder welche überwinternden Samen da hochpoppen, weil Ihr ihnen gerade einen Schwall Wasser auf den Kopf gekippt habt. 😉

        Besonders gut haben mir übrigens in der letzten Zeit auch die Foljen „Gott ist kein Weihnachtsmann“ und „Der Fremde im Boot“ gefallen. Ich habe dazu bloß keinen Kommentar geschrieben, weil mir das für’s Internet zu persönlich gewesen wäre. (Nur so viel: Genau so habe ich es erlebt, wie Ihr es in den Foljen besprecht, und es tat gut, dass es jemand in Worte fasst, was ich nicht so richtig zu greifen bekam. Jetzt kann ich es auch ausdrücken. 🙂 )

        Für mich ist Eure Mischung aus „liberal informiert“, aber „fromm ohne ideologische Schlagseite“ genau richtig, weil ich auch so bin und in meinem Umfeld oft zwischen allen Stühlen sitze. Den Liberalen bin ich zu fromm und den Frommen zu liberal. Grmpf. (Habe jetzt beschlossen, mich selbst „post-liberal“ zu nennen. Im „post-“ steckt ja immer drin, dass man zwar etwas verlassen hat, aber nur auf der Basis dessen, was man verlassen hat. Und dass man es anders fortführt.)

        Danke für Deine Sprach-Recherchen! Das mit den Übersetzungen ist mehr als schräg, denn ich habe jetzt auch nochmal in der Bibel aus meiner Kindheit nachgeschaut (Luther 1970). Da steht „Hebe dich von mir“, was ja NOCH schlimmer ist… Klingt fast wie „Fahre aus, du böder Geist“… Als Kind habe ich das immer so interpretiert, dass Jesus Petrus wie einen Dämon wegscheucht… Und das blieb auch immer die Grundschwingung für mich. – Wah, kein Wunder, dass mir entscheidende Dinge über Nachfolge bisher entgangen sind! (Und das passt dann leider richtig „gut“ zum Umgang vieler Christen mit Nachfolge…)

        Da ist dann jetzt mal ne Mail an die Deutsche Bibelgesellschaft fällig, welche theologischen und/oder redaktionellen Gründe dazu geführt haben, dass im 20. Jahrhundert so massiv in den Urtext eingegriffen wurde. 🙂 Bin mal gespannt, ob die antworten…

        Viele Grüße
        Ina

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