Folge 38: Die Quastenfrage (Mk 6,53-56)

Bildnachweis: Tassel by Paul Sableman CC-BY 2.0, bearbeitet von Simon Mallow.

Folge 38: Die Quastenfrage (Mk 6,53-56)
Das Markus-Evangelium

 
 
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Wir sind #38 – was seid ihr?

Diese Woche für Euch am Start: Judas organisiert eine Schnitzeljagd, Jesus heilt die Massen im Vorbeigehen – und wir versuchen nebenbei zu klären, wie ein angemessenes Bibelverständnis aussieht.

Bildnachweis: Tassel by Paul Sableman CC-BY 2.0, bearbeitet von Simon Mallow.

Lies mit uns: Mk 6,45-52

Folge vorbei – was nun?

4 Gedanken zu „Folge 38: Die Quastenfrage (Mk 6,53-56)

  1. Da ihr ja schon alle theologoschen Fragen geklärt habt, kann ich hier den Klugscheißerkommentar zu den Nebensächlichkeiten machen: Der Quastenflosser ist voll das wichtige Tier! Für die Wissenschaft. Denn er stellt das Bindeglied zwischen den Meereslebewesen und den am Lande lebenden Tieren dar. Er hat neben den Kiemen auch ein lungenähnliches Organ, und seine Flossen sind sehr muskulös, fast schon wie Gliedmaßen. Außerdem ist er ein sogenanntes „lebendes Fossil“, da es Tiere dieser Gattung schon seit ca. 400 Millionen Jahren gibt. Das kann man von Quallen allerdings auch sagen.

  2. Danke Jungs für die Folge… habe sehr gelacht und Simon um die Pizza beneidet..

    Eine Frage gibt mir durch den Kopf… Wann und wo ist den Jesus eigentlich zum Rabbina geworden? Also er ist ja offenbar ein Handwerker ohne spezielle Ausbildung in der Schrift, der einfach eines Tages anfängt umher zu laufen und Leute um sich zu scharren. Sicher sein Wissen, seine Vollmacht und seine Erkenntnisse kommen vom Vater das ist klar, aber ist das Amt eines Rabbinas nicht etwas was dir gegeben wird oder konnten Leute einfach sich ihren Quasten-Pulli überziehen und los maschieren?!?
    Ich weiß auch, dass ihn später die Schriftgelärten mit Rabbi ansprechen… Wie hat man in dieser Zeit diesen Titel erworben?!?

    Viele Grüße,
    David

    1. Moin David,

      danke für deine exzellente Nachfrage!

      Zur Zeit Jesu beschränkte sich der Begriff „Rabbi“ noch nicht auf ausgebildete und ordinierte Gelehrte. Von daher kann auch ein Bauhandwerker „Rabbi“ sein – er ist es nicht von Amts wegen oder aufgrund einer besonderen Ausbildung. Dass Jesus als Gelehrter angesehen wurde – trotz seiner Herkunft – geht, wie du zurecht bemerkst, aus der einschlägigen Anrede etwa durch Pharisäer und Schriftgelehrte hervor. Wer’s nachlesen möchte, schaut hier: Schneider, Gerhard, Art. ῥαββί, in: Horst Balz – Gerhard Schneider (Hg.), Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament, Bd. 3, Stuttgart ³2011, 493-495.

      Schöne Grüße
      Lukas

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