Bartraufen 1: Brauchen Christen Dogmen?

Bildnachweis: Offenbart Logo fullscale CC-BY-SA 4.0 von Simon Mallow.

Bartraufen 1: Brauchen Christen Dogmen?
Bartraufen

 
 
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Bildnachweis: Offenbart Logo fullscale CC-BY-SA 4.0 von Simon Mallow.

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Cite this article as: Lukas, "Bartraufen 1: Brauchen Christen Dogmen?," in Offenbart Podcast, 19. August 2019, https://offenbartcast.de/podcast/bartraufen-1-brauchen-christen-dogmen/.

3 Gedanken zu „Bartraufen 1: Brauchen Christen Dogmen?

  1. Simon klingt für mich dogmatischer in seiner Sturheit das es keine Dogmen braucht/gibt als Lukas der bereit ist die Dogmen zu prüfen, zu überarbeiten oder zu löschen.

  2. Ich habe euch einen Audio Kommentar hinterlassen, aber weiß mal wieder nicht ob das geklappt hat oder nicht… Wenn man auf Hochladen drückt zuckt die Seite nicht mal…

    Ich finde das Format sehr cool… Die Ansage zum Boxkampf sind aber auf meinem Telefon nur schwer verständlich… Geplänkel am Anfang kann ruhig so bleiben… find ich lustig.

    Ein Problem während eures Schlagabtausches ist, dass ihr euch nicht so richtig zuhört. Es ist alles sehr hektisch und ein Monolog jagt den anderen. Das nicht zuhören ist mir vor allem bei Lukas aufgefallen, der nicht so richtig auf die Kritik von Simon eingehen mag… Ich finde es gut, Dogmen als das Ringen um Wahrheit zu sehen, in dem man immer wieder den Hermeneutischen Zirkel schlagen muss und alles wieder neu hinterfragen muss. Da bin ich voll bei dir Lukas! Aber passiert das in der Kirche…

    Ich höre bei Simon raus, dass er kritisiert was Dogmen in der Regel sind und nicht was sie eigentlich sein sollten… Egal welche Gemeindeform, alle haben so ihre Dogmen und das nicht nur in der Landeskirche. Und sehr oft werden diese Dogmen nicht als Möglichkeiten verstanden Gott zu begreifen, sondern als Muss (so muss das sein)…
    Ich hatte vor kurzem mit einem Freund gesprochen der genau an den Dogmen seiner Gemeinde nun zu knabbern hat… „Ist Gott wirklich gut“, „Wenn wir uns doch so für ihn einsetzen, warum erleben wir immer wieder so harte Rückschläge“… und so…

    Lukas hat gesagt „Dogmen sollen einem halt geben“. Das mag vielleicht so sein für alle die, die so ein kleines nettes Christenleben führen… Aber Es gibt auch die, die ihr Leben auf ganz oder gar nicht ausrichten und ich denke da gehört Simon (und auch ich) dazu. Und da werden Dogmen sehr schnell zu Handfesseln… und führen schnell zu Wunden und Verletzungen, wenn sie als unumstößliche Lehrsätze gepredigt werden (was in meiner Erfahrung oft so ist).

    Ich hatte mal Diskussion mit einem Landeskirchlichen Pfarrer über Traufe… Es ging darum ob ich meine Kindstaufe anerkennen muss oder nicht… und alles was die Landeskirsche dazu sagt sind Dogmen und ich habe das Gefühl, dass das nicht hinterfragt werden darf, sowie vieles andere in der Landeskirsche (aber auch in anderen Gemeindeformen). Warum sind sich den immer alle Pfarrer einig in einer Kirchenform?!? Doch nur, weil die alle ihre Dogmen annehmen, nicht wirklich hinterfragen und sie immer wieder runter beten… Jeder Landeskirchliche Pfarrer erklärt mir die Taufe oder die drei-einigkeit gleich… Das sagt für mich, dass da ein Lehrsatz dahinter ist, der nicht hinterfragt wird. Sonst würden viele mir das mit sehr unterschiedlichen eigenen Worten erklären können…

    Ich denke Dogmen sind der Versuch Gott in eine Streichholzschachtel zu pressen, um ihn verstehen zu können… Der Menschliche versuch Gott zu begreifen… und viele Menschen sind leider naive genug zu glauben, dass das möglich ist…
    Sicher gibt es eine Wahrheit… und auch eine gewisse Offenbarung von Gott, die er uns hat wissen lassen… Aber alles ist immer noch Stückwerk… Daher ist Vertrauen besser als Wissen…

    1. Moin David,

      dein Audiokommentar ist leider nicht angekommen! Ich habe daraufhin jetzt aber mal ein bisschen Zeit in Java Script investiert und ab sofort gibt es eine Bestätigung, wenn der Upload geklappt hat (sofern dein Browser nicht das Pop-Up blockt).

      Danke für dein Feedback zum Cast. Für die Verständlichkeit wird in Zukunft wieder Jones in gewohnter Professionalität sorgen. Hier musste der Pilot einfach mal raus und mir fehlten die qualitativ hochwertigen Modulationstools.

      Danke auch für deine kritische Rückmeldung zu den Inhalten. Nach meinem Eindruck können wir sicher besser darin werden, auf einander einzugehen. Darüber hinaus habe ich es bisher immer so erlebt in Diskussionen mit Simon, dass es ein paar Gespräche über ein Thema braucht, bis ich verstehe, worauf (und vor allem warum) er hinaus will. Aus meiner Sicht stand die ganze Zeit im Grunde die Frage nach der Definition von „Dogma“ im Raum. Simon hat den Begriff eher im Sinne von unumstößlichen Glaubenssätzen interpretiert und ich eher im Sinne von temporären Glaubensaussagen. Dabei halte ich es schon für angemessen, dass solche zeitlichen Aussagen auch für längere Zeit in Geltung bleiben, wenn sie sich als hilfreich erweisen. Keine Frage, man kann sich auch dahinter verstecken. Dein Punkt, alle Pfarrer sagten zu xyz stets dasselbe stimmt mich deswegen durchaus nachdenklich. Andererseits würde ich den Punkt auch stark bezweifeln. Zu vielen Fragen wirst du bei drei PfarrerInnen 5 Meinungen hören. Natürlich kann eine dogmatische Aussage ein Rückzug sein, wenn man sich in einem Feld unsicher ist. Vielleicht seid ihr beiden eine Ausnahme in der Ernsthaftigkeit eurer Bereitschaft zum Suchen und notfalls Alles-hinter-sich-lassen – viele Menschen scheinen mir in Momenten von Unsicherheit auf feste Sätze Anderer zurückzufallen. Und das ist aus meiner Sicht kein Schaden, solange sie nicht unreflektiert dabei bleiben. Deinen Appell nehme ich daher gerne auf: Aussagen über den Glauben nicht unhinterfragt hinnehmen und unüberlegt verteidigen. Da bin ich bei dir. Trotzdem: Gut möglich steht hinter mehr Trinitätserklärungen als du glaubst ein eigener Frage- und Zweifelweg der antwortenden Person?

      Schließlich beschreibst du Dogmen als Versuch, Gott in eine Streichholzschachtel zu pressen. Vielleicht hast du recht. Dass viele Menschen ernsthaft sagen würden, sie könnten Gott begreifen, würde ich dagegen stark bezweifeln. Da kannst du auch mal ein paar Pfarrer zu fragen, ob sie Gott zu begreifen meinen mit all ihren Sätzchen. Ob wir nicht unter der Hand dennoch so leben, als könnten wir Gott begreifen? Ja, das wahrscheinlich schon. Ich glaube allerdings, dass wir das alle machen, weil es unser Sünder-sein ist, das dafür sorgt. Dagegen hilft nur Gnade – und die Erinnerung daran, dass wir nicht Gott sind. In diesem Sinne verstehe ich deinen Post: Als Erinnerung daran.

      Herzliche Grüße
      Lukas

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