S2F35: Eine einzige Zerstreuung

Bildnachweis: "Staffel 2 Folge 35" by Simon Mallow CC-BY-SA 2.0.
Offenbart Podcast
S2F35: Eine einzige Zerstreuung
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Lasst uns doch zusammen bleiben.

Diese Woche plaudert Lukas über den letzten Videodreh, Simon ist im Cicero, Saulus beginnt eine vielversprechende Karriere und das Ende kommt kurz und schmerzlos. Welcome back, folks.

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Bildnachweis: „Staffel 2 Folge 35“ by Simon Mallow CC-BY-SA 2.0.

Lies mit uns: Apg 8,1-3

Folge vorbei – was nun?

Cite this article as: Lukas, "S2F35: Eine einzige Zerstreuung," in Offenbart Podcast, 8. Dezember 2020, https://offenbartcast.de/podcast/02-35/.

Ein Gedanke zu „S2F35: Eine einzige Zerstreuung

  1. Moin,

    ich habe es ja schon auf Twitter angekündigt – ich muss mal wieder kommentieren.

    Lukas Aussage: „Gib uns Wölfe!“, finde ich großartig. Ich glaube das könnten wir wirklich gebrauchen – und ich bin überzeugt, es steht auch wieder größere Verfolgung bevor.
    Warum finde ich diese Aussage gut?
    1. Ich denke das Christentum „funktioniert“ am besten unter Verfolgung – auf jeden Fall besser, als in einer Machtposition, wie sie die Römisch-Katholische Kirche in der Vergangenheit hatte. Einfach weil die Verlockungen der Macht sehr groß sind. Außerdem schreibt schon Paulus sehr richtig, dass Gott in den Schwachen am mächtigsten wirkt – einfach, weil sich die Schwachen auf Gott verlassen müssen und nicht immer wieder auf ihre eigenen Kräfte schauen.
    2. Reduziert oder zerstört es das Auftreten von Namenschristen. Wenn ein Bekenntnis etwas kostet, denkst du auch wirklich darüber nach.
    3. Hoffe ich, dass es zu mehr Einigkeit zwischen den verschiedenen Kirchen führt, weil sie mehr auf die richtigen Probleme schauen, anstatt auf irgendwelche relativen Kleinigkeiten, die sie trennen.

    Und weil Simon so schön über Saulus gewettert hat, nehme ich das zum Anlass euch noch einen weiteren Gedanken mitzugeben:
    Es heißt ja oft (zumindest habe ich es schon mehrfach gehört), dass Christen die eher konservativ und bibeltreu sind, gesetzlicher sind und sie werden oft mit den Pharisäern verglichen. („Gestzlich wie die Pharisäer!“, „Jesus war auch gegen die Konservativen seiner Zeit!“)
    Das Problem dabei ist, dass wir Jesus‘ Problem mit den Pharisäern falsch darstellen oder falsch verstehen. Jesus hat den Pahrisäern nicht vorgeworfen, dass sie sich zu sehr an Gottes Wort und seine Gesetze gehalten haben. Er hat ihnen vorgeworfen, dass sie zu sehr auf die Gesetze von Menschen (die jüdische Mishna) geachtet und darüber Gottes Gesetze vergessen haben. Und das ist aus meiner Sicht genau das was heute die „progressiven“ und „liberalen“ Christen tun, wenn sie die Werte der Gesellschaft an erste Stelle rücken und dafür Lehren der Bibel „abschaffen“ (historische Gründe suchen, warum sie für uns nicht mehr gelten).

    Und in diesem Zusammenhang noch ein großer Danke an Simon – den alten Ketzer – weil mir vorhin noch etwas bewusst geworden ist. Vor einiger Zeit hattet ihr irgendein neutestamentliches Psalm-Zitat und Simon sagt sinngemäß: „Das ist doch Unsinn das so auszulegen! Das kann David niemals so gemeint haben!“
    Und natürlich hat er damit Recht. David, der die entsprechenden Worte geleitet vom Heiligen Geist schrieb, hatte höchstwahrscheinlich die direkte und für ihn zutreffende Bedeutung im Sinn. Aber Gott, der ihn diese Worte schreiben ließ, kannte schon die weiteren Bedeutungen, die sich im Laufe der Geschichte offenbaren würden.
    Und das sehe ich ganz ähnlich, wenn ich schwierige und kritische Passagen im neuen Testament schaue – genauso wenig wie Jesus, Petrus oder Paulus beim Zitieren der heiligen Schriften sagten „Das war in einem historischen Kontext geschrieben und hat so nichts mit uns zu tun.“, werde ich mich weiterhin hüten schwierige Stellen mit dem historischen Kontext wegzuerklären. (Das soll nicht heißen, dass es richtig wäre einzelne Verse ohne Kontext und Verständnis der Literaturgattung zu missbrauchen! Die Bibel legt sich eben selber aus.)

    Vielen Dank Jungs, macht weiter so!

    PS: Ich bin auch wieder auf Steady dabei – hab euch einfach zu sehr lieb, Jungs.
    Gott segne euch und führe Simon wieder zum richtigen Glauben ❤

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