Folge 4: Was ist denn das!? (Mk 1,23-28)

Bildnachweis: "Sheepdog Trials in California" by SheltieBoy CC-BY 2.0

Bildnachweis: „Sheepdog Trials in California“ by SheltieBoy CC-BY 2.0, bearbeitet von Simon Mallow

Offenbart Nr.4 – A Tribute to #Bartträgerinnen

Im heutigen Cast sorgt Jesus für Entsetzen in der Synagoge von Kapernaum, Simon präsentiert alternative Fakten und wir fragen uns, was es mit diesem Dämon auf sich hat.

Lies mit uns: Mk 1,23-28

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Veröffentlicht am 20. Februar 2017 von Lukas Klette.

8 Kommentare zu „Folge 4: Was ist denn das!? (Mk 1,23-28)

  1. Hmm… Ich denke das Problem ist einfach das ihr Europäer einfach keinen Zugang habt zu solchen Dingen wie Demonen. Warum solltet ihr auch. Der nomale „Aufgeklärte“ Europäer glaubt ja selber GOTT zu sein und ist dabei so weit weg von dem einzigwahren. Wenn es sowas wie den Teufel gibt, über das wir natürlich auch dirkutieren müssten dann, wenn Ihr denkt Demonen gibt es vielleicht eher nicht. Nehmen wir mal an es gibt ihn, dann hat dieses Wesen (nennen wir ihn mal Teufel) doch das größte Interesse die Menschheit so weit wie möglich von GOTT fern zu halten… So… Bingo… das ist in Europa schon der Fall. Also tut er doch auch gut dran sich nicht groß zu zeigen wie in Bessesenheiten… Und dann kommen die „klugen“ Europäer und deuteln daran rum… sagen das ist einen Krankheit oder so was und dann… Ziel erreicht…
    Ich lebe wie Ihr wisst in einem Land, in dem Ahnenkult und Geisterprister normal sind… Die Leute erwarten sogar Dinge wie Demonen die sich zeigen um in ihrer Angst und ihren Rieten zu bleiben. Hier passt die Strategie des Teufels besser sich immer wieder Mächtig zu zeigen um Angst zu schüren…

    Ich denke es ist eine Frage der unterschiedlichen Strategien und nur weil wir eine Startegie in Europa gewöhnt sind heist das noch lange nicht das das schon alles ist..

    Kommt mich doch mal besuchen… Dann reden wir weiter…

    Aber Am Ende ist auch das nur eine kleine Nebenfrage und ich kann gut damit Leben da auch anderer Meinung zu sein als ihr… Am ende steht Jesus und Jesus allein… alles andere sind Randnotizen….

    David M.

    1. Lieber David,

      in dieser Folge wirst du ab der Zeitlinie 21:10 deinen Ärger hoffentlich zerstreuen können. Wir gehen an dieser Stelle, auf ziemlich genau diese Thematik ein.

      Grüße

  2. Moin! Ich höre mich gerade durch eure Folgen und habe viel Spaß dabei! Es ist ein bisschen so, als würde man mit euch am Küchentisch über die Gott und die Welt schnacken.
    Besonders nützlich ist für mich als Bibel- und Glaubensanfänger, dass ihr Querverweise zu den anderen Evangelien einflechtet. So schließen sich einige Verständnislücken. Und generell: Viele Bibelstellen ergeben auf einmal Sinn. Danke für eure Perspektiven!
    Eine Frage: Hat es schon einmal den Versuch gegeben, die vier Evangelien in einer möglichst bibelnahen Geschichte zusammenzufassen? Also quasi als Kompromiss für den Leser, aber trotzdem wissenschaftlich akkurat? Oder würde das gar nicht funktionieren, weil die Evangelien zu wenig Übereinstimmungen haben?

    1. Hey Aaron, wir freuen uns, dass dir unser Format gefällt. Danke für deinen Kommentar! 🙂

      Du wirfst eine spannende und grundlegende Frage auf. Hier mal ein paar Gedanken von mir dazu:

      Es hat in der Kirchengeschichte immer wieder Versuche gegeben, die Evangelien zu harmonisieren. Das hat aber stets zu Vereinseitigungen geführt. Meist wurde ein Evangelium gegen die anderen ausgespielt – wie bei Marcion, der als einer der ersten ein „reines Evangelium“ vorgelegt hat (vermutlich eine Überarbeitung des Lukasevangeliums). Nach heutigen wissenschaftlichen Standards ist eine Zusammenführung der Evangelien in eine Geschichte gar nicht möglich. Dazu gibt es zu viele Unterschiede. Markant ist zum Beispiel, dass die drei Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas sich chronologisch und in der Ausdrucksweise recht ähnlich sind, während Johannes in diesen Punkten merklich abweicht. Aber auch unter den drei Evangelien, die man auch als synoptische, also etwa „zusammenschaubare“ Evangelien bezeichnet, gibt es Abweichungen. Diese Unterschiede zu nivellieren wäre weder aus einer wissenschaftlichen Perspektive verantwortbar, noch aus einer geistlichen Perspektive wünschenswert. Schließlich gibt es kein handfestes Kriterium für Entscheidungen darüber, welches Evangelium die korrekte Chronologie bietet und für welche Erzählung wir uns zu entscheiden hätten, wenn augenscheinlich dieselbe Geschichte in zwei oder mehreren Evangelien mit unterschiedlichen Begleitumständen geschildert wird. Ich möchte mich nicht zum Richter über die Schrift aufschwingen, der das „wahre Wort Gottes“ und das „falsche“ erkennen könnte. Die Evangelisten haben sich Mühe gegeben, alles in guter Ordnung aufzuschreiben, wie etwas Lukas am Anfang seines Evangeliums schreibt. Dass sie nicht in allem übereinstimmen ist Gottes Sache. Offenbar hat es ihm so gefallen, uns sein Wort nicht als perfektes Geschichtsbuch zu überliefern, sondern als gebrochenes, angreifbares Zeugnis. Das macht es nicht leichter für uns, die wir es gewohnt sind etwas dann für glaubwürdig zu halten, wenn es mit mathematischer Genauigkeit bewiesen wird. Aber, wie schon Paulus wusste: „Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist’s eine Gotteskraft.“ (1Kor 1,18). Gerade dass wir Gottes Wort nicht perfektionieren und etwa ein Superevangelium daraus stricken können, macht uns angewiesen auf Gott selbst. Ich erlebe immer mal wieder, dass ich beim Bibellesen nicht alles logisch unter einen Hut bekomme, dass in mir dabei aber ein Gefühl der Nähe zu Gott aufkommt. Wenn die Bibel perfekt wäre, bräuchten wir Gott selbst nicht mehr zu kontaktieren. So ist die Bibel ein Medium, über das wir mit Gott in Kontakt treten können – gerade auch weil die Bibel viele Fragen offen lässt.

      Kannst du damit etwas anfangen?

      Ich freu mich, wenn wir weiter in Kontakt bleiben.

      Schöne Grüße
      Lukas

    2. Hey Aaron,

      ich möchte Lukas Erläuterung, die ich ganz großartig finde und weshalb Lukas am Ende des Tages auch immer der bessere Theologe von uns sein wird :D, etwas hinzufügen:

      In den Evangelien wird etwas deutlich, dass sich, meiner Ansicht nach, durch die ganze Bibel hindurchzieht. Es handelt sich um Zeugenaussagen bzw. geschichtliche Überlieferungen. Bei solchen Geschichten ist es ganz üblich, dass viele Geschichten sich nicht 100% gleichen bzw. manche Ereignisse auftauchen und manche eben nicht. Jedes Gericht der Welt wird dir diese Problematik schildern können. Der Punkt der die Evangelien in ihrer Summe glaubwürdig macht ist, dass die Evangelien sich über das Wesen Jesu, sein Wirken und dem Kreuzesgeschehen einig sind. Hinzu kommt, dass wir in der Bibel die Briefe von Paulus haben, die ebenso von diesem Ereignis immer wieder berichten.
      Ich selbst erzähle höchst gerne Geschichten, wie du vielleicht schon bemerkt hast. Allerdings erzähle ich die ein und die selbe Geschichte selten gleich. Man könnte sagen, dass ich bei diesen Geschichten nicht sonderlich genau bin und unter Berücksichtigung der historischen Wissenschaft mag das sogar stimmen. Allerdings geht es nicht immer darum wortgetreu Ereignisse herunterzubeten. Es geht bei Geschichten auch darum, dem Leser oder Hörer emotional mit hineinzunehmen, sodass vor seinem inneren Auge sich ein Bild ergibt, dass ihn die Ereignisse selbst erleben lässt. Nun sind die Geschichten der Evangelien für viele so bekannt, dass vielleicht unser Cast dem abhilfe schafft oder aber die Lutherübersetzung ist so fern von dem wie wir heute sprechen, dass auch der Text fern wirkt. Es ändert allerdings nichts an der ursprünglichen Intention, dass hier berichtet werden soll.

      Ein letztes noch dazu: In der Antike war eine Zeugenaussage vor Gericht immer dann glaubwürdig, wenn zwei Personen unabhängig voneinander im Wesentlichen das Selbe erzählt haben. Das findet hier statt. Zwischen den Aufzeichnungen der Evangelien liegen in der Regel ca. 10-20 Jahre (lange ist mein NT Studium her, nagelt mich bitte nicht fest [dieses festnageln immer…]).

      GZ

      Simon

  3. Vielen Dank, ihr zwei, für eure ausführlichen Antworten!

    Dass das mit „Superevangelium“ so einfach nicht funktioniert, hatte ich mir fast schon gedacht. Ich persönlich habe mit den verschiedenen Erzählungen auch kein Problem. Ich denke nur, dass das für viele mit wenig Leseerfahrung oder ohne religiösen Background manchmal eine Einstiegshürde darstellt. Aber umso besser, so müsst ihr noch viele, viele Folgen zu den anderen Evangelien machen. ;-P

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht. Ich habe das NT vor einigen Wochen das erste Mal vollständig gelesen und bin schon wieder bereit, die Reise nochmal anzutreten. Für mich als ursprünglich streng atheistisch erzogener Ossi ist das alles – Glaube, Religion, Kirche – noch ziemlich fremd und spannend zugleich.

    Bärtige Grüße aus Hamburg
    Aaron

  4. Hey Aaron,

    das ist spannend – du entdeckst bestimmt auch das ein oder andere, dass uns mit der Zeit aus Routine wie der Wald vor lauter Bäumen unerkannt bleibt. Ich freu mich drauf, gelegentlich von dir zu hören. 🙂

    Schöne Grüße von Hamburg nach Hamburg
    Lukas

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