Folge 18: Seemänner sähen nicht (Mk 4,1-12)

Bildnachweis: "Clouds and fields" by s9-4pr CC-BY 2.0 und "popeye-comendo-espinafre" by jean pierre gallot CC-BY 2.0, zusammengestellt und bearbeitet von Simon Mallow.

Endlich #18 – zur Feier des Tages: ein Ausflug aufs Land.

In dieser Folge versucht sich Simon als Moderator, die Jünger haben ihre Ohren zu Hause vergessen und Jesus hat uns alle lieb. Achtung: Enthält subtilste Produktplatzierung …

Bildnachweis: „Clouds and fields“ by s9-4pr CC-BY 2.0 und „popeye-comendo-espinafre“ by jean pierre gallot CC-BY 2.0, zusammengestellt und bearbeitet von Simon Mallow.

Lies mit uns: Mk 4,1-12

Folge vorbei – was nun?

Veröffentlicht am 29. Mai 2017 von Lukas Klette.

6 Kommentare zu „Folge 18: Seemänner sähen nicht (Mk 4,1-12)

  1. Ich muss ja sagen, dass ich den Willow-Creek-Kongress im letzten Jahr in Hannover sehr motivierend fand. Gerade im Hinblick auf dass, was Lukas am Schluss der Folge sagt (wir müssen auch mal auftanken und in Ruhe zuhören können; so habe ich das zumindest verstanden). Und gerade beim Kinder-Kongress habe ich auch sehr viele Aha-Momente gehabt, habe Ideen für den Kindergottesdienst gesammelt und gemerkt, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit ist, die ich tue. Das war sehr prägend, und auch nach über einem Jahr ist der Eindruck sehr tief. Ich hätte das nicht missen wollen.
    Also: weniger dissen, mehr begründen und erklären, Simon!

    1. Hey Alexandra,

      bezüglich des Willow-Creek-Kongresses betrachte ich die Situation aus der Perspektive vieler Gemeinden, die grundlegend an strukturellen Problemen kranken, die sie über Jahre hinweg immer mehr aussterben lassen. Willow-Creek ist in diesem Kontext für viele Gemeinden ein Licht am Ende des Tunnels, weil man oft annimmt, dass die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung die grundlegenden Probleme innerhalb der eigenen Kirche auflösen könnten. Natürlich gibt es auch Gruppen, die dort hingehen, um aufzutanken und zur Ruhe zu kommen. Sicherlich gibt es auch Gruppen die daraus explizit neue Dinge lernen.
      Betrachtet man allerdings den Zeitraum, indem Willow-Creek in Deutschland wirkt (und das sind nun ca. 24 Jahre) und das investierte Geld, dass in der kurzen Zeit verbraucht wird, dann sehe ich mir die Auswirkungen in der deutsch-christlichen Landschaft an und kann eigentlich nichts wesentliches erkennen, dass man auf Willow-Creek zurückführen könnte.
      Ich halte den gesamten Kongress in erster Linie für einen Selbstzweck, dessen Gehalt sich auf die Tage vor Ort und einige wenige Hundert besonders reflektierte Christen reduziert, die das gerlernte mit in ihre eigenen Gemeinden tragen. Das habe ich nun über Jahre in etlichen Gemeinden in Essen beobachten können und sehe das ja auch in meiner Heimatgemeinde in Berlin. Neues entsteht, weil die Menschen sich inspirieren lassen, dafür braucht man aber kein teures Event sondern Gemeinschaft mit Freunden und geliebten Menschen.

      Ich glaube schließlich, dass an bestimmten stellen Menschen mit Willow-Creek ganz viel Geld verdienen (ist so eine Vermutung) und es einen jährlichen Hype darum gibt, den niemand mehr wirklich hinterfragt.

      Ich finde es gut, Alexandra, dass du etwas daraus lernen konntest. Ich glaube allerdings nicht, dass es sich hierbei um eine Regel handelt.

      Willow-Creek-Deutschland ist für mich eine Geldmaschine, die wir abschaffen können. Das gespaarte Geld könnte man in alles andere investieren. Zum Beispiel Bio-Milch vom Bio Bauern. 😉

      1. Lieber Simon, danke für deinen Kommentar. Über den freut sich bestimmt auch @PastorGunnar, der uns kürzlich bei Twitter nach unserer Meinung zu Willow gefragt hat. Genau genommen handelt es sich um Meinungen – plural! -, denn ich sehe das etwas anders als du.

        Wie so oft wenn wir diskutieren, finde ich deine Problemanzeige hilfreich. Bevor ich genauer darauf eingehe, muss ich aber deutlich sagen, dass ich deine Behauptung, der Willow Kongress Deutschland sei eine Geldmaschine und deine Vermutung, dass da „an bestimmten Stellen“ einige Leute „ganz viel Geld“ mit verdienen für daneben halte. Natürlich darf man solche kritischen Fragen diskutieren. Eines der Dinge die ich – auch von dir – gelernt habe ist, dass menschliche Erfindungen nicht für die Ewigkeit sind und gerne sterben dürfen, wenn sie nur mehr zum Selbstzweck geworden sind. Aber diese Art der Andeutung, zumal in Zeiten von fake-news Debatten und zunehmendem Verschwörungsgemurmel, verfehlt für mich deutlich das Niveau deiner kritischen Beobachtungen aus dem ersten Abschnitt. Zum einen kenne ich einige der Organisatoren persönlich und weiß, dass die einen beträchtlichen Arbeitsaufwand – nicht nur bezahlten – in diese Veranstaltung stecken und auch in geistlicher Hinsicht sehr um deren Erfolg bemüht sind. Zum anderen gilt für mich mit Paulus, dass die Liebe alles hofft und glaubt und dass es gut ist, selbst das Böse (sollte man denn solches ausmachen) mit Gutem zu überwinden, statt nachzutreten. Demgegenüber klingst du mir in deinen Formulierungen etwas selbstgefällig. Würdest du deine Mutmaßungen in dieser Form auch im direkten Gespräch mit den Verantwortlichen äußern? Im Übrigen sind die Teilnahmegebühren, verglichen mit ähnlichen Kongressen außerhalb des kirchlichen Raums, unschlagbar niedrig. Wann kriegt man mal so günstig so viele begabte und renommierte Redner geboten?

        Gut finde ich die kritische Nachfrage nach dem tatsächlichen Nutzen von Willow Kongressen in Deutschland. Ich sehe da mehrere:

        – Willow ist ein Forum geworden, über das sich inzwischen viele Gemeinden, Haupt- und Ehrenamtliche sowie Werke vernetzt haben. Daraus sind neue Initiativen, auch auf lokaler Ebene, entstanden.
        – Es bietet zudem eine Bühne für neue Aufbrüche und Ideen in der kirchlichen Öffentlichkeit. Neben dem Thema Führung wurden hier etwa auch Mentoring und Fresh X bekannter gemacht.
        – Willow repräsentiert das Thema Führung wie kaum eine andere Institution im deutschsprachigen christlichen Kontext. Du profitierst von der besonderen Leitungsorientierung Deiner Ausbildung am IGW. Viele heutige Pfarrer und so mancher Student an den Universitäten ist da nicht so privilegiert.
        – Die Spenden beim Kongress (über die manchmal gruselig manipulative Art der Spendenbitte brauchen wir nicht zu diskutieren) ermöglichen Leitern in anderen Ländern, in denen die Ausbildung von Pastoren unter noch schwierigeren Umständen als bei uns 😉 abläuft – Pakistan, Sri Lanka, China,… – eigene Kongresserlebnisse.
        – Ich habe erlebt, dass gemischte Gemeindeteams aus Haupt- und Ehrenamtlichen sehr von den Kongressen profitiert haben. Gemeindeglieder haben dem Pfarrer beim Thema Leitung über die Schulter geschaut und wissen nun besser über dessen Herausforderungen bescheid.
        In meiner Gemeinde hat sich nun z.B. ein Kirchengemeinderatsmitglied besonders der Entlastung des Pfarrers verschrieben.
        Und wenn der Willow Kongress der eine Moment in Jahren ist, wo mal Gemeindeglieder für ihren Pfarrer beten, ist das seelsorglich ein riesen Geschenk.
        Wir haben in meiner Gemeinde Auswertungsgespräche an den Kongress angeschlossen. In der Folge gab es einen neuen Aufbruch in Sachen Gastfreundschaft im Gottesdienst. Nachdem so manche Predigt in dem Bereich nicht viel bewegt hatte, setzten die Ehrenamtlichen das Thema nun selber auf die Tagesordnung. Sicher machen nicht alle teilnehmenden Gemeinden solche Erfahrungen und arbeiten so systematisch an praktischen Konsequenzen einer Kongressteilnahme. Aber das kann man doch nicht Willow anlasten.
        – Auch wenn so manche Mitschrift über Jahre im Schrank liegenbleibt und der Umsetzung harrt: Willow Kongresse bieten einen großen Fundus an praktischen Ideen in Sachen Leitung, Technik, Musik & Theater, aber auch an Theorien und Betrachtungsweisen. Manches übernehmen unsere Teams sofort, anderes kramt der Pastor vielleicht im Sabbatjahr hervor und arbeitet neu damit weiter.
        – Willow Kongresse sind zudem eine Schnittstelle zwischen amerikanischer und deutsch-österreichisch-schweizerischer Kirchlichkeit. Ökumene hat hier einen Platz. Außerdem kommen verschiedene Konfessionen und Denominationen zusammen und erleben, dass sie – im für alle etwas fremden, sehr amerikanisch geprägten Raum – trotz aller Unterschiede (Dogmatik, Liedgut, Herkunft) gemeinsam auf dem Weg Jesu im deutschsprachigen Kontext unterwegs sind.

        Das meiste davon kommt Willow Kongressen nicht exklusiv zu. Und auch ich sehe eine Gefahr darin, dass sich die erweckte Christenheit begeistert von Kongress zu Kongress durchpioniert und am Ende nichts als geistliches Eier.. geistliche Nabelschau betreibt. Aber deshalb ist der Segen, den Willow, wie ich zu zeigen versucht habe, dennoch bedeutet ja nicht wertlos. Es sind zwei verschiedene Paar Schuhe die Nutzer des Kongresses zu kritisieren oder den Kongress an sich.

        Im übrigen hat Bill Hybels selbst vor 2 Jahren beim Kongress in Leipzig gestanden, dass er zu Beginn der Kongresse einen rasanten Aufschwung des kirchlichen Lebens in den deutschsprachigen Ländern erwartet hätte. Ist nicht passiert. Seit dem wird aber immer mehr Wert auf den Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Europa gelegt. Die Notwendigkeit von Kontextualisierung kommt zunehmend in den Blick. Und auch Willow – insbesondere Willow Deutschland – arbeitet daran, den Nutzen des Kongresses abseits bloßer How-To’s zu suchen. Ich jedenfalls freue mich, dass wir deutschsprachige Kirchen diesen amerikanischen Geschwistern immer noch den Aufwand wert sind. Auch wenn wir nicht so sind, wie sie uns gern gemacht hätten.

        Was sollen wir nun sagen? würde Paulus fragen. Weiterhin unkritisch zu Willow dackeln? Das sei ferne!
        Wer von Willow sein gemeindliches Heil erwartet, fällt zurecht auf die Schnauze. In keinem anderen ist Heil als in Christus Jesus. Gemeinden, die Willow Kongresse als missionarisch-leitungstheoretisches Feigenblatt gebrauchen, oder sich gar an der Praxis und Theorie anderer berauschen, ohne selber aktiv werden zu wollen, gibt es. Es stimm: Nicht jeder muss und sollte solche Kongresse nutzen. Und erst recht nicht ‚weil man das so macht‘. Jeder prüfe sich selbst.

        Ich sehe in den Willow Kongressen weiterhin eine Chance, Leiter in ihrer Entwicklung zu stärken, geistliche, methodische und gestalterische Impulse für die Gemeinde zu gewinnen und beseelt in einen oft brutal unromantischen Alttag zurückzukehren.

        <3 Dein Lukas

        1. Lockas!
          Nun, wenn du schon die Fakenews-Keule auspackst, muss ich kurz eines vorweg schreiben: Nur weil man „begabte und renommierte Redner“ geboten bekommt, heißt das im Umkehrschluss nicht, dass sie richtig liegen mit dem was sie sagen und denken. Wer viel redet, um zu überzeugen, überzeugt mich nunmal nicht automatisch.
          Ich finde es übrigens auch gefährlich in einer Zeit, in der Fake-News-Debatten im öffentlichen Raum eskalieren, solche Vergleiche anzustellen. Da kann einer von uns nur in einer Ecke langen in, die er nicht möchte.

          Ich muss zugeben, dass ich auch schon dort und auf anderen Konferenzen tolle Redner gesehen habe. Ehrlich gesagt, hat mich allerdings nie etwas länger als bis zur nächsten Dönerbude beschäftigt. Vielleicht liegt das ja auch an meiner eigenbrödlerischen Art und mein generelles Misstrauen gegenüber geistlichen Personen, die sich auf eine Bühne stellen, um mir zu erklären, wie ich leben sollte. Vielleicht liegst du richtig mit der Aussage, dass der Kongress eine feine Sache ist und du sprichst ja aus der Erfahrung mit deiner Gemeinde und aus Begegnungen mit Freunden von dir, die dort selbst arbeiten.

          Aber dann schreibst du eben Dinge, an die ich nicht glaube.
          Ich glaube zum Beispiel nicht, dass man den geistlichen Erfolg eines Kongresses provozieren kann. Du sagst aber, dass dort Menschen um den geistlichen Erfolg sehr bemüht seien. Wie sieht das denn genau aus? Kann man sowas quantifizieren? Ich glaube ja nicht. Vielleicht verstehe ich dich nur falsch und du erklärst mir mal wie geistlicher Erfolg und menschliches Mühsahl zusammenpassen.

          Es ist sicher, dass es auch unter den 1000 Gemeinden, die zum Kongress gehen, vielleicht 50 Gemeinden ernsthaft etwas daraus mitnehmen, dass man später auch in der Realität sehen kann. Es ist auch sicher, dass unter all den Besuchern ein gewisser Teil sich wegen des Kongresses verändert. Allerdings konnte ich (ohne danach zu suchen) in den letzten Jahren Menschen aus ca. Zehn Gemeinden sehen, die wie im Rausch von den Kongressen zurückkamen und im geistlichen Eifer so vieles ändern wollten. Ich konnte mir halbstündige Monogloge vom Wirken des guten Gottes anhören und den Segen, der von Bill ausgeht. Geändert hat sich bei denen am wenigsten. Mir ist das zu viel HalliGalli mit Paucken und Trompeten mit zu geringem Effekt.

          Am Ende stelle ich eben fest, dass du, Lukas, eben schon ein pro-Kirchenmensch bist und das kann ich auch akzeptieren. Ich bin es nicht und der Willow-Kongress ist für mich eine Kirche, die sich in regelmäßigen Abständen, seid nunmehr 24 Jahren trifft.

          Man kann mir ja auch gern attestieren, dass ich son oller ungläubiger Thomas sei, bin ich im Moment sogar! Aber ich lege eben gern meine Hand in fiese Wunden und schau mal was passiert.

          Hab dich lieb Lukas, du bist die Nummer drei in meinem Leben. 🙂

          1. Danke Simon! #OneLove Ich bin gerührt und kann es nicht ausdrücken.

            Deshalb schnell 3 Antworten:

            III Wenn du predigst, bist du doch auch um den geistlichen Erfolg deiner Arbeit bemüht. Obwohl du weißt, dass du den nicht machen kannst. Was ich also sagen wollte: Die Veranstalter sind mit dem Herzen für das geistliche Anliegen dabei – nicht mit der von dir angedeuteten Gelddruckabsicht.

            II Welche Veränderungen würdest du dir von solchen Kongressen erhoffen? Viele Veränderungen spielen sich doch im Kleinen ab, bei einzelnen Leitern, die wachsen, bei Gemeindekulturen, die allmählich geprägt werden. Ja, ich finde deine Frage gut, ob es so viel Pauken und Trompeten braucht. Aber warum sollte es denn stattdessen Pauken und Trompeten bei den ausgelösten Veränderungen geben? Hihi, das war böse unterstellt. 😀

            I Mit „Kirche“ meinst du offenbar die sichtbaren Äußerungen verfasster kirchlicher Gemeinschaft. Bin ich dazu pro? Nur insofern diese Hinweis auf die unsichtbare Kirche Jesu Christi sind und dieser in irgendeiner Weise dienen.
            Ich bin kein Fanboy der sichtbaren Kirche. So manche Veranstaltung, so manches kirchliche Gehabe, Begeisterung für Menschen und Programme statt für Christus, der ganze churchy bullshit frustrieren mich oft genug. Und ja, ich gehöre auch dazu und trage dazu bei.

            Solange wir die sichtbare und die unsichtbare Kirche Christi (und zur letzteren zählen auch die Christen außerhalb der verfassten Kirchen) aber nicht fehlerfrei unterscheiden können – also bis zum jüngsten Tag -, möchte ich nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Oder den Weizen mit dem Unkraut ausraufen.
            Ich fühle mich nicht immer zu der sichtbaren Kirche dazugehörig, aber ich gehöre eben zu der unsichtbaren Kirche, die auch beim Willow Kongress zusammenkommt. Einfach nichts damit zu tun haben geht nicht. Insofern bin ich trotz der Kirche für die Kirche. So wie Thomas trotz seines Zweifels für Jesus war. Wenn er seine Hand in Jesu Wunde gelegt hätte(!), wäre er dort dem Tod begegnet oder dem auferstandenen Christus? Wenn du deine Hand in die Wunden der sichtbaren Kirche legen würdest – und nicht allein darauf zeigtest -, würdest du da dem menschlichen Murks begegnen oder dem Leib Christi?

            Mein Statement geht deshalb dahin: Solange dieser Kongress einigen Menschen und Gemeinden dient, hat er eine Daseinsberechtigung. Deinen Einwurf höre ich als Frage, ob er das denn tut. Gute Frage! Wir beide kennen ein paar wenige Storys. Könnte man mal quantitativ zu erheben versuchen. Die (vielleicht zahlenmäßig wenigen) Geschichten die ich kenne, möchte ich jedenfalls nicht missen.

            Ich finde es ok, dass du dich in vielen kirchlichen Zusammenhängen nicht wohl fühlst – und teile dein Erleben, wie beschrieben, durchaus. Sicherlich bin ich nicht so radikal in den Konsequenzen. Vielleicht ist es nicht deine Berufung, dich in diese Zusammenhänge so hineinzugeben, wie ich es bisweilen tue. Unseren Kirchen mangelt es nicht gerade an Leuten, die sich nach innen orientieren.. Deshalb ist es ein Segen, wenn sich Christen wie du nach außen wenden und aus den christlichen Blasen ausbrechen. Ich stecke etwas mehr in den kirchlichen Zusammenhängen als du – auch mir ist es aber ein Anliegen, nicht dort stehen zu bleiben. Die Kirche existiert nicht um ihrer selbst Willen, sondern nur in der Sendung Christi.

            Du und ich, wir sind beide Teil der unsichtbaren Kirche. Wir sind beide in der Welt. Wir sind beide nicht von der Welt. Genauso wenig wie ich Teil der unsichtbaren Kirche sein kann, ohne mit Nichtchristen in Kontakt zu bleiben – genauso wenig kannst du mit Nichtchristen in Kontakt bleiben ohne die Zugehörigkeit zur unsichtbaren Kirche. Und diese ist in unserer Zeit noch nicht von der sichtbaren unterscheidbar. Manchmal würde ich mir wünschen, dass du diese Zugehörigkeit mehr wertschätzen könntest.

            Liebstens
            Dein Lukas

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