Folge 12: Sicher ist sicher (Mk 2,23-28)

Bildnachweis: Matthew Sleeper CC0 1.0, bearbeitet von Lukas Klette

3 mal 4 macht 12, wiedewiede wer wills von uns lernen?

Diese Woche materialisieren Jünger und Pharisäer neben Jesus im Kornfeld, Christen sind wie kleine Kinder und wir klären, ob Gott auch ganz normale Leute lieb hat. Schön dass du dabei bist!

Bildnachweis: Matthew Sleeper CC0 1.0, bearbeitet von Lukas Klette

Lies mit uns: Mk 2,23-28

Folge vorbei – was nun?

Veröffentlicht am 17. April 2017 von Lukas Klette.

2 Kommentare zu „Folge 12: Sicher ist sicher (Mk 2,23-28)

  1. Schönes Beispiel mit dem Umdrehen vor dem Vaterunser! 😀 Wie steht ihr denn z. B. zu den orthodoxen Mönchsorden in Griechenland? Nehmen wir Athos. Dort könnte man ja vielleicht auch vieles hinterfragen. Etwa, dass Frauen die Insel nicht betreten dürfen. Heute ein No-Go. Oder dass man jeden Tag dieselbe Kutte anhat. Auf der anderen Seite: Wie diese Männer da ihr Ding machen, ihren Glauben leben, ist auch inspirierend und Teil einer Glaubensvielfalt, denke ich.

    Ihr habt natürlich Recht: Verbote und widersinnige Traditionen findet man viel zu oft. Es geht aber auch anders. Letztens habe ich in Mölln folgenden Satz vor einer altehrwürdigen Kirche gelesen: Wir bitten, die Kirche mit der gebotenen Würde zu betreten (oder so ähnlich). Ich mag den Gedanken dahinter. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, was hier die gebotene Würde ist. Es ist ja auch nur eine Bitte. Aber es ist schon nett, wenn es da einen gewissen Konsens unter Gläubigen und sogar Nichtgläubigen gibt. Und ein Gespür dafür, dass manche Orte mehr „Würde“ und Situationen erfordern als andere.

    1. Hi Aaron,

      wir haben uns inzwischen ja schon getroffen, aber ich will gerne auf deinen Kommentar hier nochmal eingehen.

      Das mit der Würde ist für mich eine schwierige Sache – ich manchen Fällen ist es irgendwie klar: Hawaiihemd bei Hochzeit oder Trauerfeier ist irgendwie unpassend. Gibt es zwar, fällt aber deutlich aus dem Rahmen. Andererseits wünsche ich mir, dass Kirchengemeinden weniger für ihre Gleichförmigkeit und Würde als für ihre Offenherzigkeit und Flexibilität bekannt wären. Solange bei uns Leute mit Caps im Kirchengebäude für würdelos gehalten werden, brauchen wir uns keine Gedanken um unsere Anschlussfähigkeit für Leute aus anderen Lebenszusammenhängen zu machen. Letztens war ich würdelos im Michel. Eigentlich schade, dass ich der Aufforderung meine Mütze abzunehmen brav gefolgt bin, statt die Küsterin einmal nach dem Grund zu fragen. Das eine ist es, die Gefühle der Gemeindeglieder zu respektieren – das andere ist es, ob Gemeinden akzeptieren können, das nicht alle so empfinden und das dann zum Kriterium machen, wer dazu passt und wer nicht. Von einem orthodoxen Mönch erwarte ich nicht, dass er solche Fragen in der Zurückgezogenheit seiner Insel erwägt – auch weil ich mich mit dessen Lebenspraxis wenig auskenne; in meiner eigenen kirchlichen Heimat, die angibt allen offen stehen zu wollen, allerdings schon. Wenn Rituale und Traditionen (geschweige denn Moral) vor der Botschaft von Jesus stehen, stimmt das Verhältnis nicht. Was nicht heißt, dass Traditionen und Rituale per se schlecht wären. Sie sollten lediglich nicht zum Selbstzweck werden.

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