Folge 23: Deswegen gibt es weniger Mathematiker als Geisteswissenschaftler (Mk 4,33-34)

Bildnachweis: Summer 2017 in Cape May by Mid-Atlantic Center for the Arts & Humanities (MAC) CC-BY 2.0 und Red Apple by Javier Gonzáles CC-BY 2.0 montiert und bearbeitet von Simon Mallow.

Nummer 23 – Die Folge mit dem Längsten. Titel. Bisher.

Diesmal mit: Filmzitaten, Hans-Peter aus Premnitz und der Frage, wie wir mit Odin-Jüngern über Jesus reden können.

Bildnachweis: Summer 2017 in Cape May by Mid-Atlantic Center for the Arts & Humanities (MAC) CC-BY 2.0 und Red Apple by Javier Gonzáles CC-BY 2.0 montiert und bearbeitet von Simon Mallow.

Lies mit uns: Mk 4,33-34

Folge vorbei – was nun?

Veröffentlicht am 3. Juli 2017 von Lukas Klette.

4 Kommentare zu „Folge 23: Deswegen gibt es weniger Mathematiker als Geisteswissenschaftler (Mk 4,33-34)

  1. Marcus, Vikar Jesu Christi,
    an die Brüder.
    Gnade euch und Frieden von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

    Mit Schrecken musste ich zur Kenntnis nehmen, als die Leute von Steve Jobs kamen, und mir Kunde zu diesem eurer neuen Ausgabe dieser technischen Gehörspielerei. 🙂
    Bibel-Sprech kann ich ganz gut 🙂

    Danke für diese Folge. Die Frage nach Kontextualisierung und vor allem der richtigen Sprach- und Wortwahl von der christlichen Botschaft finde ich dauerhaft ein wichtiges Thema; ans Ende kommt man da sicher nicht. Allerdings habe ich mich schon etwas daran gestört, wenn ihr sagt, dass Jesus „nicht der Herr ist“. Das ist wahrscheinlich keine Überraschung, und es war ja von euch auch bewusst spitz formuliert.
    Es ist ja die Kunst des Kommunizierens – egal auch welcher Botschaft oder Information – dass die wesentliche Punkte verstanden werden, man dabei aber weder zu spezifisch noch zu subversiv wird.
    Gerade bei der Frage nach dem „Herrschaftswechsel“, der nicht nur Teil der christlichen Tradition ist („Jesus ist Herr, Caesar ist es nicht!“), sondern auch Jesus ureigenster Anspruch („Lehrt sie halten alles, was ich euch gesagt habe“ – Mt 28).
    Faszinierend fand ich diese Interaktion von Simon mit dem „Odin Jünger“ schon. Aber mir schien die Reaktion nicht recht einleuchtend. Ich würde ungern sagen: „Das verstehst du falsch, Jesus ist gar nicht mein Herr.“ — Mehr scheint mir, auch angesichts nicht klassisch-religiöser Stimmen wie der von David Foster Wallace die Vorstellung naiv, dass jemand sich selbst als „frei“ verstehen könnte. (DFW schreibt in seinem berühmten Essay „This is Water“ davon, dass „everybody worships. The only choice we get is what to worship.“ – An anderer Stelle schreibt er, dass es ein Zeichen von Reife ist [was er nicht unbedingt als etwas positives empfunden hat], wenn man die kindlichen Vorstellungen von Freiheit ablegt, und sich den wichtigen Fragen nach „Spiritualiutät und Werten endlich stellt“.)
    — ich denke, mein Zähneknirschen kommt meist daher, dass wir um der Kommunikation willen gerne schnell in eine defensive Haltung zurückgehen: wird etwas am Christentum kritisiert, stimmen wir allzuschnell zu mit der beigeschobenen Formel: „Ja, das meine ich ja auch nicht/Ja, so ist Jesus ja auch nicht.“ Dabei ist die Gefahr, dass wir schlussendlich etwas reden, das nicht mehr viel mit dem Evangelium zutun hat, durchaus gegeben und auch real.

    Danke euch für den Gedankenimpuls, und für das Zeiteinhalten 🙂 // Immerhin: unter 40min 🙂

    Liebe Grüße
    M

    1. Hey Marcus,

      das ist natürlich immer die Frage, wie wir denn vernünftig und richtig damit umgehen, wenn Menschen uns in unserem Glauben hinterfragen, kritisieren oder (ich sage es mal positiv) mit Augenzwinkern betrachten. Es ist gar nicht mal meine Intention in eine defensive Haltung abzuweichen wenn ich mich in so einer Situation wiederfinde, in der ich meinen Glauben in irgendeiner Weise verteidigen muss (oder das zumindest denke ;D). Hm… also was du sagt lässt mich schon fragen, ob ich hätte irgendwie anders oder besser reagieren können. Nun… ich kenne keine anständige Antwort auf dein Aufmerken. Also sage ich es mal so: Mein aktuelles Rezept ist es Vorurteile und Annahmen von Menschen, die keine Christen sind, nicht zu bedienen und dabei mir immer die Frage zu stellen, ob es dabei geschehen könnte, dass ich meinen Glauben in der ein oder anderen Art verleugne. Ich hoffe, dass ich in den meisten Fällen das richtige tue. Aber, um auch mal hier wieder jemanden zu paraphrasieren: (denn das macht man ja so als guter Theologe ;D) Bonhoeffer hat in seiner Ethik bereits gesagt Verantwortung zu übernehmen ist für einen Christen die Freiheit in der Relativität und Undurchsichtigkeit des lebens an Christus zu scheitern und die Gelegenheit zu lernen, dass wir alle stets aus seiner Gnade leben müssen. Na Marcus, wie gefällt dir das?

      Grüße

      Simon

  2. Hallo zusammen,

    kleiner Tip für das viel erwähnte Zeitproblem… Ich höre eure Podcast grundsätzlich immer mit 1,2 – 1,3 facher Geschwindigkeit. damit seit ihr fast immer unter 30 min 😉

    David

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